Vegetation der Gemeinde im Norden der Insel Ischia
Ischia zeigt in der Pflanzenwelt eine Vielzahl von Pflanzengesellschaften mit unterschiedlichen Vorlieben. Die vulkanischen Böden bieten den Pflanzen die bestmögliche Versorgung durch Nährstoffe. Auch können sie durch ihre Poren genug Wasser speichern, dass auch trockene Monate mit geringen Niederschlagsmengen überbrückt werden können. Diese Voraussetzungen führt zur der Vielfalt an Bäumen, Sträuchern und Blumen und lässt die Insel Ischia in sattem Grün erscheinen. Nicht ohne Grund trägt sie den Namen „Isola Verde“. In Casamicciola zeigt sich im Vergleich zu anderen Gemeinden ein ganz eigenes Bild. In den 1930er Jahren wurden auf den Flanken des Rotarokraters Pinien angepflanzt. Diese erstrecken sich bis hin zum Kraterrand und sorgen für einen besonderen Duft in der Umgebung. Auf der Strauchebene dieses Waldes findet man vor allem Myrte, die durch ihre ätherischen Öle einen angenehmen Duft verbreitet. Das Vorkommen der Pinie stellt jedoch für viele einheimische Pflanzen
ein großes Problem dar. Die Nadeln der Pinie, die langsam zersetzt werden, sorgen für saure Böden und verhindern das Ansiedeln beispielsweise der Steineiche. Dennoch trifft man in weiten Teilen Casamicciolas auf die einheimische Steineiche. Sie gehört zur Hartlaubvegetation des Mittelmeergebiets und kann trockene Monate problemlos überstehen. Die harten Blätter verhindern dabei, dass die Pflanze zu viel Wasser verdunstet und austrocknet. Neben der Steineiche lebt aber auch die Hopfenbuche und die Trauben- oder Flaumeiche, die auch in Mitteleuropa zu finden ist. Auf der Strauchebene findet man weitere Teile, die mit Myrte, Brombeere, Waldrebe oder Mäusedorn besiedelt sind. Farne und Moose sind Zeugen für die ausreichende Feuchtigkeit der Gemeinde Casamicciola Terme. In den Wäldern zeigen sich im Frühling bis Frühsommer die bunten Blüten der geschützten Orchideen. Im Gegensatz dazu bietet der Herbst für Pilzliebhaber die Möglichkeit, beispielsweise Steinpilze oder Maronen zu finden.
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